Mittwoch, 12. Juli 2017

Talk-Stage mit Kathrin Wandres



Aloha! Eine weitere Woche erreicht ihre Mitte, ein weiteres Mal öffnen sich die Vorhänge.
Quelle: pixabay.de / User: tookapic
 Letzte Woche durfte ich die baldige Debütautorin Kaylie Morgan begrüßen. Das Interview kann natürlich hier nachgelesen werden. Diese Woche habe ich jemand anderes eingeladen. Diese wundervolle Autorin hat erst letzte Woche ihr Debüt veröffentlicht, auf das ich mich schon sehr freue. Leider bin ich noch nicht zum Lesen gekommen. Begrüßt mit mir: Kathrin Wandres.
 
© privat
Kathrin Wandres, geboren 1981, machte 2001 ihr Abitur in Tübingen und studierte bis 2003 in Stuttgart an der Fachhochschule für Technik Mathematik und Informatik. Von 2004 bis 2006 besuchte sie das Theologische Seminar Beröa, nahe Frankfurt. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Göppingen. Seit ihrer Kindheit liebt sie es, sich fremde Welten zu erdenken und in ihnen zu versinken.
(Quelle: www.carlsen.de)


Ich freue mich sehr, dass ich dich hier habe. Bevor du uns etwas mehr von deinem Debüt „In Between – Das Geheimnis der Königreiche“ erzählst, möchte ich dich als Kopf hinter der Geschichte näher kennenlernen. Dafür habe ich erst einmal zehn kleine Fragen mitgebracht. Ich bin sehr auf deine Antworten gespannt.

Sag mir mal:

Land oder Stadt?

Definitiv Land! Ich brauche Natur und Bäume. Ich wohne direkt am Waldrand und bin so gut wie jeden Tag im Wald. Dort findet man die besten Ideen.



Fallschirmspringen oder Tiefseetauchen?

Passe, nächste Frage. – Ach du willst wirklich eine Antwort? Nee, ernsthaft! Weder noch, mit beidem kann man mich jagen. Ich lasse meine Gedanken fliegen und tauche ein in andere Welten – DAS ist meine Art des Extremsports.



Pinnwand oder Zettelwahnsinn?

Warte, ich suche den Zettel mit meinen Notizen... Wie lautete die Frage? Also ich bin wohl eher vom Typ „leicht chaotisch“. Auf meinem PC habe ich auch immer unzählige Fenster offen.



Lesen am Strand oder Lesen am Kamin?

Ich liiiiebe den Sommer, aber mit einem Kaffee in der Hand in eine Decke gewickelt vor dem Kaminfeuer lesen ist unbezahlbar!



Radio oder CD?

Ich liebe laut Radio hören beim Autofahren. Ansonsten habe ich immer Kopfhörer in der Hosentasche und höre wann immer ich kann mit meinem Handy Musik.



Brief oder Email?

Am liebsten persönlich reden, aber wenn es denn sein muss, dann Email.



Lasagne oder Sushi?

Auf jeden Fall Lasagne! Ich bin ein klassischer Fleischfresser.



Lichterkette oder Kerze?

Ich habe schon immer Lichterketten geliebt. Ich mag die Art des Lichtes. Viele Jahre hatte ich ein großes Lichternetz direkt über meinem Bett hängen.



Jeans oder Rock?

Die meiste Zeit sieht man mich in Jeans.



Komödie oder Tragödie?

Definitiv Komödie. Das Leben ist oft schon tragisch genug.



Deine Art Extremsport zu betreiben gefällt mir ehrlich gesagt sehr gut *lach*. Sehr viel bequemer und ungefährlicher.

An dieser Stelle möchte ich zu meinem persönlichen Lieblingspart der Interviews kommen. Meine Randomtopics-Fragen, die willkürlicher nicht sein könnten. Daher möchte ich gerne von dir wissen:

Marry, Kiss, Kill? – Edward Cullen (Twilight), Draco Malfoy (Harry Potter) und Peeta Mellark (Hunger Games)

Oweia, was für eine Auswahl! Dann kill ich doch den Vampir (vielleicht klappt es dann doch mit Bella und Jacob?!), küsse Draco Malfoy (dann hält er seine Klappe) und heirate Peeta Mellark (obwohl mir Gale lieber wäre!).


Mit Kill gehe ich definitiv mit, aber ich glaube, ich würde eher Draco Malfoy heiraten und Peeta küssen. Ich bin einfach ein Fan von Draco *lach* Das habe ich wohl den Fanfictions zu verdanken, denn in den Büchern und Filmen ist er schon ziemlich nervig *grins*

Als Autor liest man bestimmt auch einiges. Was war denn dein letztes Lesehighlight?

Ich hab in letzter Zeit einige gute Bücher gelesen, aber eins hat wirklich herausgestochen, hat mich total überrascht und gefesselt und ich hab es verschlungen. Und das war „Bloody Mary“ von Nadine Roth. Ich hab mich erst nicht dran getraut, weil ich dachte, dass es nicht so „meins“ ist, aber dann hat es mich wirklich umgehauen.


Ich habe bisher ausschließlich Gutes von dem Buch gehört, aber selbst habe ich es aus ähnlichen Gründen, wie du es sagst, nicht gelesen. Vielleicht irgendwann mal *zwinker*

Eine letzte Frage habe ich in diesem Teil noch für dich.

Wenn du als Tier wiedergeboren wirst, als welches willst du geboren werden?

Seit ich ein kleines Kind bin, habe ich Tiger geliebt. Ich finde diese Tiere einfach wunderschön und majestätisch. Aber ich liebe auch Raben. Diese Vögel faszinieren mich immer mehr, ich beobachte sie bei meinen Spaziergängen. Sie sind düster und mysteriös, ich mag diese Atmosphäre, die sie umgibt, und sie werden oft unterschätzt, obwohl Raben die Vögel mit der größten Intelligenz sind.


Zwei sehr schöne Tiere. Ich wüsste gar nicht, welches Tier ich wählen würde, aber da ich dir die Frage gestellt habe, muss ich sie ja auch nicht beantworten *lach*.

Nun aber will ich auf deinen Roman zu sprechen kommen. Mit deinem Werk „In Between – Das Geheimnis der Königreiche“ hast du den zweiten Platz beim Tolino Media und Carlsen Impress Schreibwettbewerb gemacht. Wann hast du davon erfahren und wie hast du reagiert? Hast du mit einem solchen Erfolg gerechnet?

Erstmal ein klares NEIN, nie im Leben hätte ich damit gerechnet. Es war der allererste Versuch mein Buch irgendwo hinzuschicken und ich hatte wirklich mit rein gar nichts gerechnet (in vielen Schreibratgebern hatte ich gelesen, dass man zu Beginn mit sehr vielen Absagen rechnen muss). Somit hatte ich keinerlei Erwartungen. Am 20. Juni 2016 erschien die Longlist mit den 31 besten Titeln und wie durch ein Wunder stand mein Name darauf. Ich bin völlig ausgetickt vor Freude. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Bis zur Verkündung der Shortlist im September war ich allerdings der Überzeugung, dass es ein Versehen gewesen war. Doch scheinbar nicht. Auch die Shortlist enthielt meinen Namen. Unter den besten 10 zu sein war für mich so viel mehr, als ich je erwartet hatte. Das war für mich ein wahnsinniger Erfolg, weil ich jetzt wusste: ich schreibe keinen Mist, es lohnt sich dranzubleiben.
Dann kam im Oktober der Anruf: es ist der 2. Platz geworden. Seitdem erlebe ich alles wie in einer Seifenblase (eine wunderschöne, gigantische, bunt schillernde Seifenblase), weil es sich so surreal anfühlt, und ich hoffe bis heute, dass sie nicht zerplatzen wird. Nun habe ich seit der Siegerehrung auf der Frankfurter Buchmesse sehnsüchtig den Tag der Veröffentlichung erwartet. Und tatsächlich: mein Traum scheint Realität geworden zu sein. (Falls ich doch träume: bitte nicht wecken!!!)


Ich glaube, ich kann dir bestätigen, dass es mehr als nur ein Traum ist *grins* Dein Debüt gibt es tatsächlich zu kaufen. Mit welchen drei Worten würdest du es beschreiben?

Mystisch, überraschend, emotional



Hach, ich liebe diese Frage einfach, weil jedes Mal drei andere Worte kommen und damit die Individualität eines Werkes immer wieder unterstrichen wird. Es klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend.

Wann kam dir denn die Idee? Wann hast du mit dem Schreiben begonnen und wie lange hast du gebraucht?

Die erste Idee zu „In Between“ kam mir bereits im Herbst 2012 und das war die Idee zu der Drei-Länder-Welt (Benoth, Kadosch, Jissurim) an sich. Anfang 2013 hab ich mit dem Schreiben begonnen. Doch in der ersten Version hieß Keylah noch Rania und hatte keine Gabe. Nach einigen Kapiteln gab ich auf, weil die Geschichte keinen Sinn ergab. Die Jahre 2013-2015 waren aufgrund einer schwierigen Schwangerschaft, Umzug und Einleben in neuer Umgebung sehr fordernd, so dass ich nur wenig zum Schreiben kam. Irgendwann packte es mich dann – schließlich wollte ich endlich wissen, wie die Geschichte ausgeht. Im November 2015 setzte ich mein ENDE darunter und das Manuskript verschwand erstmal in den Tiefen meines Laptops. Ich nahm mir vor, es „irgendwann“ nochmal zu überarbeiten. Bis ich am 30. Mai 2016 den Wettbewerb entdeckte, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Exposé dazu schrieb und sie einen Tag später (dem Einsendeschluss) an tolino schickte.


Nacht-und-Nebel-Aktion haben schon immer seinen Reiz und bei dir hat es sich ja wirklich ausgezahlt. Nicht auszudenken, wenn du den Wettbewerb nicht entdeckt hättest.

Hast du ein Schreibritual?

Ritual ist zu viel gesagt. Aber ich muss abtauchen können in meine Welt. Ich brauche einen Kaffee und Musik – auf jeden Fall Musik. Musik bestimmt maßgeblich die Stimmung in meinem Buch. Deswegen höre ich auch nicht wahllos irgendwas, sondern eben das, was gerade passt. Und so passiert es oft, dass ich ein Kapitel lang immer das gleiche Lied höre, weil ich eben genau diese Stimmung brauche. Das Schöne ist dann umgekehrt, dass ich mich auch viel später noch daran zurück erinnern kann, wie ich dieses oder jenes Kapitel geschrieben habe, einfach nur, wenn ich das Lied dazu höre.


Bei Gelegenheit und wenn ich das Buch gelesen habe, musst du mir mal verraten, welche Lieder du beim Schreiben gehört hast. Das würde mich jetzt interessieren *grins*.

Gibt es denn auch ein Genre, an das du dich nicht herantraust?

Was ich niemals schreiben könnte/würde/wollte, sind realistische Dramen und Tragödien jeglicher Art, Geschichten von Krankheiten, Unfällen, Todesfällen – Geschichten, in denen Menschen oder – noch schlimmer – Kinder leiden. Sowas kann ich weder lesen noch im Film anschauen und erst recht nicht mir selber ausdenken.


Das kann ich sogar gut nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob ich das könnte.

Kaylie Morgan hat die letzte Woche eine sehr schöne Frage hier gelassen. Sie möchte wissen:

Liebe Kathrin, du hast die Möglichkeit für einen Tag das Leben eines berühmten Menschen zu führen. Welche Person würde es sein?

Die Frage ist enorm schwer. Ich hab wirklich gar keine konkrete Person im Sinn. Da ich aber Musik liebe, würde ich gerne für einen Tag das Leben eines berühmten Musikers führen wollen – auf der Bühne stehen und voll und ganz in der Musik aufgehen. Von wem konkret? Schwer zu sagen, vielleicht Sia, Adel Tawil oder Robbie Williams ...?


Wenn man die Stimme dann auch bekommt, ist das vermutlich eine sehr tolle Erfahrung *lach*

Nächste Woche ist Cat Dylan, auch bekannt als Laini Otis, zu Besuch. Ihr darfst du natürlich auch noch eine Frage stellen.

Liebe Cat, Du arbeitest momentan an einem Gemeinschaftsprojekt mit 3 anderen Autorinnen. Wie ist euch die Idee dazu gekommen und wie läuft die Zusammenarbeit?

Das würde mich tatsächlich auch interessieren. Gute Frage, vielen Dank.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bedanken, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Die Zusammenarbeit hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dir auch.

An euch, die ihr das Interview lest, wir sehen uns nächste Woche Mittwoch wieder, wenn die Talk-Stage abermals ihre Vorhänge öffnet.








Bereits erschienene Werke

Titel: In Between – Das Geheimnis der Königreiche

Autorin: Kathrin Wandres

Reihe: /

Verlag: im.press

Format: E-Book

Preis: 3,99 €

Seitenanzahl: 232

Altersempfehlung: ab 14 Jahren


ET: 6.07.2017



Kurzbeschreibung

**Prinzessin der Wälder**
Die 17-jährige Keylah lebt inmitten der dunklen Wälder des Landes Benoth, das zwischen zwei mächtigen Königreichen liegt. Nur die hohen Mauern der Siedlungen trennen dort die Menschen von dem, was draußen ist – den Ausgestoßenen, den Wolfsgestalten. Doch im Gegensatz zu den anderen liebt Keylah die freie Natur und kann ganze Tage in ihren selbstgebauten Baumhäusern verbringen. Ihre Gabe, drohende Gefahr körperlich zu spüren, scheint sie vor allem zu beschützen. Bis etwas geschieht, das sie nach Einbruch der Dunkelheit in den Wald zwingt und auf den unnahbaren Einzelgänger Deven stoßen lässt. Einen Mann, vor dem sie sich fürchten sollte, auch wenn ihre Gabe ihr etwas anderes sagt…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen im.press)


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